Heimische Lebensmittel sicher erkennen

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Verbraucherzentrale Hessen gibt Tipps zum regionalen Einkauf

Lebensmittel aus der Region sind beliebt. Und das aus gutem Grund: Mit dem Kauf stärken Verbraucher die regionale Wirtschaft und sichern Arbeitsplätze. Weniger Treibhausgase als weitgereiste Ware, Frische und ein besserer Geschmack sind weitere Kriterien, die für Verbraucher eine Rolle spielen.

Doch eine gesetzliche Definition für den Begriff regional gibt es noch nicht. Verbraucher müssen daher ganz genau hinschauen, nachfragen und sich Händler und Erzeuger in ihrer Region suchen. Die Tipps der Verbraucherzentrale Hessen zum regionalen Einkauf geben Orientierung.


FÜNF TIPPS ZUM ERKENNEN REGIONALER LEBENSMITTEL

Auf vertrauenswürdige Siegel achten
In Hessen sind beispielsweise die Zeichen “Geprüfte Qualität Hessen“, „Landmarkt“ oder das Bio-Siegel Hessen verlässliche Zeichen, die für hessische Erzeuger stehen. Daneben gibt es auch in Hessen das bundesweite Regionalfenster, das die Region definiert, aus der die Hauptzutat oder die Hauptzutaten stammen und den Verarbeitungsort angibt.

Nicht täuschen lassen
"Das Beste von hier", "Gutes aus der Heimat" oder "nah", ohne genaue Orts- oder Regionsangaben, sind typische Beispiele für Regionalwerbung. Solche Hinweise sind unspezifisch. Oft sind die Transportwege lang und die Herkunft der Rohstoffe unklar. Auch Markennamen mit regionalem Bezug wie "Mark Brandenburg", "Mühlhäuser" oder "Küstengold" müssen nichts mit der Region zu tun haben.

Eier – nur der Stempelcode zählt
Bei verpackten Eiern verrät der gestempelte Code (zum Beispiel 0-DE-064572) auf der Schale, woher die Ware kommt. Die erste Ziffer nennt die Haltungsform, z. B. die „0“ ökologische Erzeugung. An nächster Stelle offenbart ein Länderkürzel das Herkunftsland – DE steht für Deutschland. Der abschließende siebenstellige Zahlencode auf deutschen Eiern nennt mit den ersten zwei Ziffern das Bundesland sowie nachfolgend die Betriebs- und Stallnummer. "06" steht hierbei für Hessen. Die Nummer der Packstelle auf dem Karton zeigt nur an, wo die Eier abgepackt wurden, aber nicht, wo die Hühner sie gelegt haben.

Kaufen Sie Deutschen Honig von Imkern aus der Region
Bei Honig muss das Ursprungsland oder die Ursprungsländer, in dem oder denen der Honig erzeugt wurde, auf der Verpackung stehen. Achten Sie hier auf die Angabe „Ursprungsland Deutschland“. Leicht zu erkennen ist Honig aus Deutschland auch an der grünen Banderole mit der Beschriftung „Echter Deutscher Honig“ des Deutschen Imkerbundes. Hat zudem die Imkerei ihren Sitz in der Region, können Sie weitgehend sicher sein, dass Sie ein regionales Produkt gekauft haben. Typische Landschaftssymbole ihrer Heimat oder allein der Standort der Imkerei in der Region sind hingegen keine sicheren Hinweise auf einen regionalen Honig.

Direktvermarkter – Nachfragen immer ratsam
Im Hofladen, auf dem Wochenmarkt, in Bauernläden in der Stadt oder mit einer Abo-Gemüse-Kiste kann man Lebensmittel direkt vom Erzeuger kaufen. Viele Produkte stammen in der Saison direkt vom Hof. Hundertprozentig verlassen können sie sich jedoch nicht darauf. Denn auch auf Wochenmärkten, in Hofläden oder in Abo-Gemüsekisten gibt es nicht nur selbst angebaute und hergestellte Lebensmittel. Um ein vollständiges Sortiment anzubieten, kaufen die Erzeuger oder Händler Produkte aus dem Großhandel dazu. Fragen Sie daher bei jedem Kauf nach, woher die Lebensmittel kommen.

Weitere Tipps zum Einkauf regionaler Lebensmittel erhalten Sie auf der Website und in den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Hessen.

Über die Verbraucherzentrale Hessen:
Die Verbraucherzentrale Hessen bietet unabhängige, werbefreie und kostengünstige Beratung für Verbraucher in allen Lebenslagen, von A wie Altersvorsorge bis Z wie Zahnzusatzversicherung. Unsere Kompetenz basiert auf der Erfahrung von jährlich ca. 100.000 Kontakten mit Verbrauchern in Hessen, www.verbraucherzentrale-hessen.de.


Verfasser: Verbraucherzentrale Hessen e.V., Große Friedberger Str. 13-17, 60313 Frankfurt, www.verbraucherzentrale-hessen.de.

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