„Micro Greens“: einfach selbst für Frisches sorgen

„Micro Greens“: einfach selbst für Frisches sorgen

Keimlinge und Sprossen ohne teure Geräte ziehen

Ob als Belag auf Brot, im Salat, in warmen Speisen oder im Müsli, die Sprossen und Keimlinge sorgen für Farbe, Geschmack und Nährstoffe. Sie lassen sich aus fast allen Samen ziehen. Teure Anzuchtsysteme oder vorbereitete Vliese mit Keimen sind dafür nicht nötig.

Besonders junge Menschen haben die Sprossen und Mini-Pflänzchen, auch „Micro Greens“ genannt, für sich entdeckt. Geschäftstüchtige bieten dafür spezielle Anzuchtschalen bis hin zu Schränken und spezielle Keimsaat für das „neue Superfood“ an.

Einfach geht auch

Ein Küchensieb aus Edelstahl plus Glasschüssel oder ein Einmachglas, Gaze und Gummiband reichen für den Anfang auch aus. Es braucht auch meist keine Spezialsaat mit Keimgarantie. Zum Keimen eignen sich fast alle für den Verzehr geeigneten unbeschädigten und unbehandelten Samen von Getreide (zum Beispiel Weizen, Roggen, Nackthafer), Hülsenfrüchte (Kichererbsen, ungeschälte Linsen) oder Sonnenblumenkerne. Auch aus Alfalfa-, Senf-, Kresse- oder Brokkoli- und Rettichsamen lassen sich die Mini-Pflänzchen ziehen. Diese benötigen nur etwas mehr Zeit zum Wachsen.

Wasser, Luft und Licht

Die Samen müssen nach mehrstündigem Einweichen in Wasser zwei- bis dreimal am Tag mit frischem Wasser gespült werden. Ansonsten benötigen sie nur Raumtemperatur, Luft und Licht sowie je nach Sorte mindestens zwei bis acht Tage Zeit zum Wachsen. Wichtig: es darf keine Staunässe auftreten. Sonst bildet sich schnell Schimmel. Einfach das Glas mit der Öffnung nach unten schräg stellen, dann kann das Wasser problemlos ablaufen. Nach etwa zwei bis drei Tagen bilden sich ein kleiner Trieb und weiße Wurzeln. Diese Sprossen sind verzehrfertig. Sie schmecken süßlich und mild. Dauert das Wachstum länger, verfärbt sich der Trieb grün und es wachsen Blätter. Diese Micro Greens schmecken herber oder auch scharf (Senf, Rettich).

Tipp: Praktisch alle Sprossen und Minipflanzen lassen sich roh verzehren. Lediglich die Sprossen von Hülsenfrüchten sollten vor dem Verzehr blanchiert oder einfach gegen Ende der Garzeit zu den gekochten Speisen gegeben werden.

Während des Wachstums verändern sich die Keimlinge: sie wandeln das Eiweiß zu freien Aminosäuren und die Stärke zu Zucker um. Vitamine und andere günstige Pflanzenstoffe vermehren sich. Ungünstige Stoffe, die zum Beispiel Blährungen verursachen können, bauen die Keimlinge ab. Sprossen und Minipflanzen sind also zu jeder Jahreszeit geeignet, für Abwechslung auf dem Teller zu sorgen. Und nebenbei haben Kinder auch noch Spaß dabei, den Pflanzen beim Wachsen zuzusehen.

 

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