Weniger Zucker essen – so geht‘s

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Seit einigen Jahren wollen immer mehr Menschen weniger Zucker essen. Trotzdem konsumieren wir nur ein bisschen weniger Zucker als früher. Das liegt zum einen daran, dass statt Haushaltszucker auch andere süßende und zuckerähnliche Stoffe in unseren Lebensmitteln stecken. Außerdem ist Zucker in einigen Lebensmitteln, wo wir ihn nicht vermutet hätten, wie in Feinkostsalaten oder Ketchup.

Wie viel Zucker sollen wir essen?

Am besten decken wir maximal zehn Prozent unseres Energiebedarfs mit Zucker. Ein Erwachsener dürfte somit pro Tag 50-60 Gramm und ein Kind mit vier bis sechs Jahren etwa 30 Gramm Zucker zu sich nehmen. Das klingt viel, aber schon ein 0,2 Liter-Glas Apfelsaft oder Cola enthält 21 Gramm bzw. 22 Gramm Zucker.

So tricksen die Hersteller bei der Kennzeichnung

Reduzierter Zuckergehalt bedeutet nicht automatisch zuckerarm, sondern nur dass 30 Prozent weniger Zucker als in einem Lebensmittel der gleichen Art enthalten sind. Wenn es sich um ein besonders zuckriges Produkt wie Schokolade handelt, ist immer noch eine Menge Zucker drin. Weniger süß heißt nicht automatisch weniger Zucker – nur dass das Produkt weniger süß schmeckt als vergleichbare Produkte. Wenn Zucker z.B. durch Maltodextrin ersetzt wird, ist der Zuckergehalt gleich groß, obwohl das Produkt weniger süß schmeckt.
Das ein Produkt „Ohne Zuckerzusatz“ gar keinen Zucker enthält, ist leider falsch. Fruchtkonzentrate oder Dicksaft als Zutat versüßen Produkte mit „natürlichem“ Zucker, der auch nicht gesünder ist. Fettarm kann für mehr Zucker stehen, kalorienarm muss ein so beworbenes Produkt noch lange nicht sein. Wird der Geschmacksträger Fett reduziert, geht Geschmack verloren. Mehr Zucker kann den Geschmack zurückbringen.

Hoher Zuckergehalt auch in herzhaften Produkten

Nicht nur in süßen Lebensmitteln ist jede Mengen Zucker enthalten. Zucker verstärkt den Geschmack, verlängert die Haltbarkeit oder bindet billig – auch in herzhaften Lebensmitteln. Daher ist es völlig normal, dass Tütensuppe 13 Prozent, Ketchup 20 Prozent oder Rotkohl im Glas elf Prozent Zucker enthalten können.

Wie erkennen wir den Zucker in Lebensmitteln?

Wer weniger Zucker zu sich nehmen möchte, sollte genau hinschauen: In der Zutatenliste muss nur Haushaltszucker (Saccharose) als „Zucker“ bezeichnet werden. Aber auch weitere Zuckerarten stecken in unseren Lebensmitteln. Dazu gehört Fruktose (Fruchtzucker), Maltose (Malzzucker), Laktose (Milchzucker) und Glukose (Traubenzucker)

Außerdem stecken diese Zuckerarten in Süßmachern wie Malzextraxt, Sirup (Glukosesirup, Invertzuckersirup, Ahornsirup), Süßmolkenpulver, Vollmilchpulver, Magermilchpulver, Dicksäfte (z.B. Agavendicksaft).

Wer genau wissen will, wie viel Zucker in Lebensmittel steckt, sollte genau auf die Nährwertkennzeichnung auf Lebensmitteln schauen. Diese ist ab dem 13. Dezember 2016 verpflichtend auf allen fertig verpackten Lebensmitteln.

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