Superfood - was ist dran am neuen Trend?

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Ernährung

Für die angepriesene vorbeugende oder heilende Wirkung des neuen Superfoods fehlt es jedoch ganz überwiegend an wissenschaftlich fundierten Daten, insbesondere zum Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen, Enzymen oder den Mengen einzelner sekundärer Pflanzenstoffe. Den meisten Aussagen zu Superfoods liegen kommerzielle Interessen zu Grunde. Ernährungsphysiologisch ist gegen die Superfoods jedoch nichts einzuwenden, solange es sich um die echten Früchte und Samen handelt und sie nicht lediglich als Zutat - meist in Kleinstmengen – in einem Lebensmittel verarbeitet wurden. Auch in Kapselform sind die Superfoods nicht empfehlenswert.

Dennoch ist Vorsicht geboten: Exotische Lebensmittel bergen gewisse Risiken. Sie können  bisher unbekannte Allergene enthalten oder Überempfindlichkeitsreaktionen  auf andere Obst- und Gemüsearten (Kreuzreaktionen) auslösen. Wechselwirkungen mit Medikamenten sind zum Beispiel bekannt für Gojibeeren. Personen, die bestimmte gerinnungshemmende Mittel einnehmen, sollten auf diese Beeren verzichten. Grapefruit und Granatapfel verändern die Abbaugeschwindigkeit von einigen Medikamenten. Patienten sollten deshalb zwischen Verzehr der Früchte und der Medikamenteneinnahme einen gewissen zeitlichen Abstand einhalten. Insbesondere bei Kräutern und Gewürzen aus Fernost werden immer wieder Schwermetallrückstände (Arsen, Blei, Quecksilber) festgestellt. Ginkgo, Goji, Tees, Kräuter aus Fernost werden oft auch unzulässig bestrahlt. Die Belastung mit Pestiziden - insbesondere bei Produkten aus Asien -, die Arbeitsbedingungen der (Klein-) Bauern und die weiten, klimaschädlichen Transportwege sind Aspekte, die beim Kauf des Superfoods ebenfalls eine Rolle spielen sollten.

Tipp:

Heimische Gemüsearten und Früchte haben ebenfalls gesundheitsfördernde Eigenschaften. Dunkle Beeren wie Brom-, Holunder-, Heidel- und Apfelbeere (Aronia), Kirsche, rote Weintraube und Rotkohl sind eine gute Alternative zu Açaí-Beeren, denn auch hier wurden hohe Anthocyan-Werte nachgewiesen. Leinsamen enthält Omega-3-Fettsäuren und Ballaststoffe und ist die heimische Alternative zu Chia-Samen. Auch Walnüsse haben einen hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren. Zwiebel, Porree, Schnittlauch, Knoblauch, Kohl, Rettich, Hülsenfrüchte, native Pflanzenöle, Kerne und Nüsse, aber auch Kartoffeln und (Vollkorn-) Getreide sind reich an sekundären Pflanzenstoffen.

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